Zur Geschichte

Nach der Phase der wissenschaftlichen Konzeptionierung an der Universität Duisburg-Essen im "Duisburger Modell" wurden die Methoden in den Folgejahren in unterschiedlichen Teams auf „Herz und Nieren“ in der Praxis getestet und – wo nötig – verbessert und erweitert.

Unsere Arbeit verknüpft heute verschiedene Elemente aus der Kunst-, Gestalt-, Neuro- und Erlebnispädagogik, dem Improvisationstheater, den Theatermethoden nach Augusto Boal und interaktiven Interventionstools  aus der eigenen Praxis.

Insbesondere die prospektiven Techniken Boals wurden im Verlauf der Entwicklung in ihrem Spektrum um die psychosoziale Dimension mit den  introspektiven Techniken erweitert. Diese Erweiterung ermöglicht eine differenziertere Herangehensweise an komplexe Themenstellungen und bietet einen flexiblen Handlungsrahmen für verschiedene Workshopformate. 

Kommunikative Prozesse und psychologische Zusammenhänge lassen sich auf diese Weise interaktiv darstellen und in differenzierter Weise kenntlich machen. 


"Im Theater der Unterdrückten erhalten die Menschen Impulse, die sie in ihren Lebenszusammenhängen freier... werden lassen. Dieses Theater muß vor der Folie seiner (sozial-) psychologischen, (sozial-) pädagogischen und (sozial-) politischen Praxis betrachtet werden. Besonders die Praxis der Intervention und die Zielsetzung der Veränderung von Bewußtsein und Strukturen macht es interessant für sozialwissenschaftliche Untersuchungen, die aber immer interdisziplinär orientiert sein müssen, da im Theater der Unterdrückten stets auch psychologische und pädagogische Fragestellungen auftauchen.“ (Wiegand)

 

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